Reanimations- und Kanülierungsassoziierte Komplikationen nach eCPR: Eine präliminäre Datenanalyse

Authors

  • Alexandra Greilberger Universitätsklinik für Notfallmedizin, Medizinische Universität Wien, Österreich
  • Olivia Rosner Universitätsklinik für Notfallmedizin, Medizinische Universität Wien, Österreich
  • Ingrid Magnet Universitätsklinik für Notfallmedizin, Medizinische Universität Wien, Österreich
  • Michael Poppe Universitätsklinik für Notfallmedizin, Medizinische Universität Wien, Österreich

DOI:

https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.81

Keywords:

eCPR

Abstract

Studienziel Die extrakorporale kardiopulmonale Reanimation (eCPR) wird bei therapieresistentem Herz-Kreislauf-Stillstand eingesetzt.[1] Sowohl die Kanülierung der ECMO als auch die länger andauernde Reanimation können zu Komplikationen führen.[2] Diese retrospektive Studie untersucht, wie häufig ausgewählte eCPR‑assoziierte Komplikationen auftreten und wie sie das Überleben der Patient*innen beeinflussen.

Methodik Zwischen 2020 und 2023 erhielten 147 Patient*innen nach Etablierung der eCPR an der Universitätsklinik für Notfallmedizin eine CT‑Untersuchung des Thorax, Abdomens oder Beckens. Anhand der radiologischen Befunde wird die Häufigkeit der Komplikationen dokumentiert. Mit einem Chi‑Quadrat‑Test wird der Zusammenhang zwischen Leistenblutungen und Überleben analysiert. Für diese Arbeit liegt ein positives Ethik-Votum der Medizinischen Universität Wien vor.

Ergebnisse Von 147 Patient*innen fand sich bei 143 (97,3 %) eine oder mehrere Komplikationen im Körper-CT. Unter den Patient*innen mit Thorax‑CT (n = 147) traten am häufigsten Aspiration (63,9 %), Rippen- und/oder Sternumfrakturen (59,2 %), Blutung (25,2 %) und Myokardinfarkt (20,4 %) auf. Eine abdominelle Blutung zeigte sich bei 8,8 % (n = 137). Bei Patient*innen mit CT der Leiste (n = 143) wurde in 42,7 % eine Blutung an den ECMO‑Einstichstellen nachgewiesen, davon 18,9 % aktiv, 12,6 % arteriell, 11,9 % diffus und 7,7 % venös. Von 147 eingeschlossenen Patient*innen überlebten 47 (32 %) mindestens 6 Monate nach Reanimation. Die Rate an Leistenblutungen unterschied sich zwischen Überlebenden und Nicht-Überlebenden statistisch nicht (36,1 % vs. 63,9 %, p = 0,31). Ebenso wenig die Rate an Leistenblutungen über die Jahre 2020–2023 (23,5 % vs. 48,1 % vs. 46,6 % vs. 42,5 %, p = 0,37).

Interpretation In eCPR-Patient*innen treten sowohl Reanimations-Komplikationen wie Aspiration, Rippenfrakturen und thorakale Blutungen, als auch ECMO-assoziierte Komplikationen wie Leistenblutungen häufig auf.

References

Soar J, Böttiger BW, Carli P, Jiménez FC, Cimpoesu D, Cole G, et al. European Resuscitation Council Guidelines 2025 Adult Advanced Life Support. Resuscitation 2025;215:110769.

Nguyen ML, Gause E, Mills B, Tonna JE, Alvey H, Saczkowski R, et al. Traumatic and hemorrhagic complications after extracorporeal cardiopulmonary resuscitation for out-of-hospital cardiac arrest. Resuscitation 2020;157:225–9.

Published

2026-04-09

How to Cite

Reanimations- und Kanülierungsassoziierte Komplikationen nach eCPR: Eine präliminäre Datenanalyse. (2026). AGN Journal, 3(S1). https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.81

Similar Articles

You may also start an advanced similarity search for this article.

Most read articles by the same author(s)