Notärztliche Erstversorgung von Schwangeren in der Präklinik–  eine retrospektive Analyse der Einsatzdaten vom NEF Graz-Ost in den Jahren 2010 bis 2024

Authors

  • Erich Schriebl Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Österreich
  • Martin Rief Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich
  • Philipp Zoidl Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Österreich
  • Lioba Heuschneider Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Österreich
  • Michael Eichinger Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Österreich

DOI:

https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.105

Keywords:

Pre-hospital emergency medicine, Pregnancy, Birth

Abstract

Fragestellung Präklinische Einsätze mit Schwangeren sind selten und stellen in Kombination mit dem Risiko von zwei kritischen Patienten vor Ort ein hohes Stresspotenzial dar. Evidenzbasierte Leitlinien für die Präklinik sind rar und solche vom innerklinischen Bereich aufgrund von mangelndem Equipment und Expertise nicht immer leicht übertragbar. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, wie häufig und mit welchen Einsatzindikationen Notärzte zu schwangeren Patientinnen gerufen werden und wie kritisch diese sind.

Methodik
Design: Retrospektive Untersuchung
Kohorte: Schwangere Patientinnen, die zwischen dem 01.01.2010 und dem 31.12.2024 am Notarzteinsatzfahrzeug des LKH‑Univ. Klinikums Graz versorgt wurden. Es wurden in Summe 30.882 Einsätze gesichtet, wovon 239 Einschluss fanden. Patientinnen unter 18 Jahre, Stornos auf Anfahrt und unvollständige Datensätze wurden ausgeschlossen.
Statistik: Deskriptiv
Ethikvotum 1289/2025

Ergebnis 239 Patientinnen konnten in die endgültige Analyse eingeschlossen werden (0,77 % der Gesamteinsätze), wobei es sich beim Großteil (58,57 %) um drohende oder komplikationsarme Geburten handelte, gefolgt von Notfällen, die keinen direkten Bezug zur Schwangerschaft vermuten ließen. Die gesamten Einsatzkategorien sind in Grafik 1 abgebildet. Der primäre NACA-Score bei allen eingeschlossenen, schwangeren Patientinnen ist überwiegend NACA 3. Alle Einsätze mit NACA 6 beziehen sich dabei auf das Neugeborene und nicht auf die Mutter.

Schlussfolgerung Einsätze mit schwangeren Patientinnen sind selten, solche mit kritisch erkrankten Schwangeren noch seltener. Dies zeigt die Bedeutung von klaren Handlungsempfehlungen, strukturierten Leitlinien und regelmäßigem Training für Notärzt*innen bei der Versorgung von kritisch erkrankten Schwangeren auf. 

Additional Files

Published

2026-04-09

How to Cite

Notärztliche Erstversorgung von Schwangeren in der Präklinik–  eine retrospektive Analyse der Einsatzdaten vom NEF Graz-Ost in den Jahren 2010 bis 2024. (2026). AGN Journal, 3(S1). https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.105

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