Outcome nach präklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand vom Notärztinnenfahrzeug Univ.-Klinikum Graz 2024 – eine retrospektive Kohortenstudie

Authors

  • Alina Eckhardt Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Österreich
  • Philipp Zoidl Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Österreich
  • Katharina Scharer Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Österreich
  • Michael Furtmüller Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Österreich
  • Lioba Heuschneider Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Österreich
  • Michael Eichinger Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1, Medizinische Universität Graz, Österreich; Medizinercorps Graz, Österreichisches Rotes Kreuz, Graz, Österreich

DOI:

https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.91

Keywords:

OHCA, Präklinische Notfallmedizin, retrospective analysis

Abstract

Fragestellung / Studienziel Der präklinische Herzkreislaufstillstand stellt eine große Herausforderung dar und ist weiterhin mit hoher Mortalität verbunden. Jedoch weichen die Überlebensraten zwischen den Regionen und den Versorgungssystemen voneinander ab. Ziel dieser Analyse ist, das Überleben von Patient*innen bis hin zur Krankhausentlassung nachzuverfolgen, die vom Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) Univ.-Klinikum Graz im Jahre 2024 versorgt wurden.[1]

Methoden In dieser retrospektiven Kohortenstudie wurden alle Patient*innen, die zwischen 01.01.2024 und 31.12.2024 einen präklinischen Herzkreislaufstillstand erlitten haben und vom NEF Univ.-Klinikum Graz versorgt wurden, nachverfolgt. Für die Datenanalyse wurden Einsatzprotokolle und innerklinische Patient*innenakten verwendet und deskriptiv ausgewertet.

Ergebnisse Im Jahr 2024 wurde das NEF Univ.-Klinikum Graz insgesamt zu 203 CPR-Einsatzmeldungen gerufen. Von den tatsächlich reanimierten Patient*innen (n = 144) überlebten 13 (9 %) über 30 Tage, 12 davon (in Summe 8,3 %) mit einem guten neurologischen Outcome (Cerebral Performance Category 1–2; Abbildung 1). Hiervon waren 61,5 % männlich, im Median 59 Jahre alt, mit einer medianen NEF-Anfahrtszeit von 8 Minuten und waren zu 46 % initial schockbar.

Diskussion / Schlussfolgerung Die Outcome-Daten reanimierter Patient*innen vom NEF Univ.-Klinikum 2024 entsprechen dem internationalen Standard, wonach eine Überlebensrate mit gutem neurologischem Outcome von 8 % berichtet wird.[1] Es ergibt sich im beurteilten Jahr ein annähernd dichotomes Muster: Entweder man überlebt gut (CPC 1–2) oder nicht. Ein Großteil der Patient*innen mit CPR während des Transports ist verstorben, wobei kein mechanisches CPR-Device verfügbar war und es kein eCPR-Programm gab. Die systematische Fortführung der ganzheitlichen Beurteilung reanimierter Patient*innen an diesem NEF-Stützpunkt erscheint sinnvoll, um die Qualität zu verbessern und Systemlücken zu schließen.

References

Gräsner JT, Wnent J, Herlitz J, Perkins GD, et al. Survival after out-of-hospital cardiac arrest in Europe - Results of the EuReCa TWO study. Resuscitation 2020;148:218–26.

Additional Files

Published

2026-04-09

How to Cite

Outcome nach präklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand vom Notärztinnenfahrzeug Univ.-Klinikum Graz 2024 – eine retrospektive Kohortenstudie. (2026). AGN Journal, 3(S1). https://doi.org/10.31247/agnj.v3iS1.91

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